Baum gruen Reise
 
Wichtige Hinweise für die Reise mit Minderjährigen
 
Unter Verweis auf die Einreisebestimmungen benachbarter Länder ist
es derzeit gängige Praxis an namibischen Grenzkontrollstellen, bei
der Ein- und Ausreise minderjähriger Kinder die Sorgerechtslage zu
prüfen.
Personen unter 18 Jahren müssen neben dem Reisepass eine Ge-
burtsurkunde vorweisen können, in der die Eltern aufgeführt sind.
Erforderlich ist eine internationale Geburtsurkunde, bzw. gegebenen-
falls eine beglaubigte englische Übersetzung.
Unbegleitete minderjährige Kinder benötigen zur Ein- und Ausreise die
Zustimmung beider Elternteile („Affidavit” in englischer Sprache),
dass das Kind alleine reisen darf. Die beglaubigten Kopien der Reise-
pässe beider Elternteile müssen dem Affidavit angeheftet werden.
Reist ein Minderjähriger nicht in Begleitung beider sorgeberechtigter
Elternteile, muss außerdem nachgewiesen werden, dass der nicht
anwesende Elternteil entweder mit der Reise einverstanden ist (eides-
stattliche Versicherung („Affidavit”), Passkopie und Kontaktdaten des
nicht anwesenden Elternteils), bzw. dass die Einverständniserklärung
nicht erforderlich ist (gerichtlicher Beschluss über alleiniges Sorge-
recht oder Sterbeurkunde oder Negativbescheinigung des deutschen
Jugendamts, wenn die minderjährige Person in Deutschland wohnhaft ist).
Personen, die mit Minderjährigen reisen, welche nicht ihre eigenen
Kinder sind, müssen neben der vollständigen Geburtsurkunde des Kin-
des eidesstattliche Versicherungen („Affidavit”), Passkopien und die
Kontaktdaten beider sorgeberechtigter Eltern bzw. des gesetzlichen
Vertreters des Kindes vorlegen.
Allein reisende Minderjährige müssen darüber hinaus bei Einreise ein
Bestätigungsschreiben einschließlich Kontaktdaten und Wohnanschrift,
eine Passkopie und gegebenenfalls eine Kopie der namibischen Auf-
enthaltserlaubnis derjenigen Person vorlegen, zu welcher der Minder-
jährige in Namibia reisen soll.
Eidesstattliche Versicherungen („Affidavits”) bedürfen der Beglaubi-
gung durch einen „commissioner of oaths” (in Namibia), einen Notar
oder eine namibische Auslandsvertretung.
Es wird dringend empfohlen, englischsprachige Erklärungen, Urkun-
den bzw. Übersetzungen vorzulegen. Kurzfristige Änderungen der Be-
stimmungen oder abweichende Auslegungen durch einzelne Dienst-
stellen können nicht ausgeschlossen werden.
Detaillierte und verbindliche Informationen erhalten Sie beim nami-
bischen „Ministry of Home Affairs and Immigration” oder der für Ihren
Wohnort zuständigen namibischen Auslandsvertretung.